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Schönheit, die man spürt

DatumKategorie WerkstattEinblicke

Unter der Überschrift „Schönheit, die man spürt“ wird in der neuen Ausgabe des Magazins „DIE KUNST ZUM LEBEN“ 2020/2021 berichtet, wie in unserer Manufaktur Holzoberflächen veredelt werden.
Das Magazin erscheint einmal jährlich. Es wird vom Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. herausgegeben und ist direkt beim Verband, in unseren beiden Ladengalerien sowie im ausgewählten Fachhandel erhältlich.
Für alle, die das Magazin nicht in die Hand bekommen, gibt es den Artikel von Seite 13 hier zu lesen.

Neben ihrem frischen Design ist die Firma Köhler Kunsthandwerk aus Eppendorf auch für die herausragende handwerkliche Qualität ihrer Produkte bekannt. Sichtbarer Ausdruck dieser Qualität sind die Oberflächen, die sich wunderbar weich und glatt anfühlen. Diese Oberflächenqualität ist kein Zufall, sondern zeigt, wie sich Sorgfalt und Hingabe bei jedem Arbeitsgang am Ende auszahlen.

Am Anfang steht die Auswahl des richtigen Holzstücks. Fest und gerade gewachsen soll es sein. Auch die Art und Weise der Bearbeitung ist entscheidend für die finale Oberfläche. „Bei uns werden die Teile von Hand mit scharfen Werkzeugen gedrechselt, dadurch sind die Oberflächen schon sehr glatt geschnitten“, erzählt Björn Köhler und hält ein Stück Holz unters rotierende Drechseleisen.

Nach dem Drechseln bleibt das Werkstück bei Köhlers gleich auf der Drehbank. Hier bekommt die Oberfläche mit einem feinen Schleifleinen ihren Feinschliff – selbstverständlich von Hand. Wenn alle Einzelteile der Figur ihre endgültige Form erhalten haben, wird mit einem Pinsel auf jedes Teil eine Wasserbeize aufgetragen und gleichmäßig verteilt. Der Überschuss wird mit einem Schwamm oder einem weichen Tuch aufgenommen. So bleibt die Schönheit der Maserung durch den Farbauftrag hindurch erhalten.

Sind alle so gefärbten Einzelteile zur fertigen Figur zusammengefügt, erhält die Oberfläche ihre besondere Anmutung. In mehreren hauchdünnen Schichten wird erst eine Grundierung und später ein Wachslack aufgetragen. Zwischendurch wird jedes Teil mit großer Sorgfalt von Hand mit Schleifpapier „geputzt“. Je nach Holzdichte, Holzart und Beschaffenheit wird die Fläche kräftiger oder etwas sparsamer zwischengeschliffen. „Wie viel, darüber entscheidet allein das Feingefühl“, sagt Björn Köhler und wirft einen letzten prüfenden Blick auf das Teil in seiner Drehbank. Zum Abschluss streicht er noch einmal sanft mit dem Finger darüber. Denn wahre Schönheit kann man nicht nur sehen, sondern auch fühlen.

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