Châteaux de la Loire


Die Geschichte beginnt düster: Als sich England und Frankreich im hundertjährigen Krieg verfeindet gegenüberlagen, entstanden an der Grenzlinie im Tal der Loire zahlreiche Burgen und Festungen. Die französischen Anwohner wollten sich gegen ein Vordringen der Engländer schützen. Nach Kriegsende wurden die Anlagen bedeutungslos und verfielen zumeist wieder. Für eine Wiederbesiedelung der Region gab die Schönheit des Loiretals den Anreiz. Und so galt es im Zeitalter der Renaissance beim Adel als chic, in dieser herrlichen Landschaft ein Schloss zu besitzen – oft auf den Fundamenten der alten Burganlagen errichtet. Auch wenn dem Loiretal spätestens nach dem Bau von Versailles eher ein Provinz-Status zukam und das politische und kulturelle Leben Frankreichs sich in den Pariser Raum zurückzog: Die Schlösser der Loire blieben dank ihrer Lage, der Schönheit und auch der Fülle an Schlossanlagen einzigartig. Dem Besucher präsentieren sich bis heute mehr als 400 herrschaftliche Häuser. Viele davon sind touristisch erschlossen. Keine Frage: Für unseren Weihnachtsmann gehörte ein Besuch dieser traumhaften Gegend Frankreichs zum Pflichtprogramm. Mit dem Wasserschloss Château de Chenonceau wählte er das meistbesuchte Schloss Frankreichs aus – nach Versailles, versteht sich. Schloss Chambord ist das größte der Schlösser in der Loire-Region und erforderte für seinen Bau mehr als 18.000 Handwerker. Und das deutlich kleinere Château de Cheverny wird seit mehr als sechs Jahrhunderten von ein und derselben Familie gehegt und gepflegt. Jedes der Schlösser hält in seinen Mauern eine Vielzahl an Geschichten verborgen, die zu erzählen unsere kleine Plauderei sprengen würde. Bleibt die Empfehlung, dem Reiseziel unseres Weihnachtsmannes zu folgen und die prächtigen Schlösser des Loiretals selbst zu entdecken. (Herzlichen Dank an Familie Seitz für die Fotos)